Der Helm

Der Helm ist einer der wichtigsten (wenn nicht gar der wichtigste) Bestandteile der Rüstung. Er schützt den Kopf vor lebensgefährlichen Verletzungen. Doch auch im Turnier wird ihm eine besondere Bedeutung zuteil. Nicht nur, dass er auch hier im Kampf getragen wird, so ist er viel mehr elementarer Bestandteil der Helmschau und wird entsprechend auch beim Einzug mitgeführt. Zur Helmschau (und bisweilen auch im Kampf) wird der Helm jedoch geschmückt. So erhält er, abhängig vom Helmtyp, in der Regel eine Helmdecke, die durch eine Wulst am Helm befestigt wird und einem Zimier.

 

Die Helmdecke ist hierbei ein aus Stoff bestehender Überzug für den Helm, die in der Regel in den Wappenfarben des Ritters gehalten sind. Die konkrete Form und Länge sind dabei nicht vorgegeben und können deswegen sehr unterschiedlich ausfallen, was Länge und Form angeht. So kann die Helmdecke schlicht mit geraden Säumen geschnitten sein, oder aber auch aufwendig gezaddelt. Die Helmdecke sollte jedoch gefüttert sein.

 

Die Helmdecke wird dabei in der Regel durch die Helmwulst an dem Helm fixiert. Hierbei handelt es sich um eine aus Stoff gedrehte, geknüpfte oder geflochtene Wulst in den Farben des Ritters, welche entweder so eng ist, dass man sie von oben über den Helm schiebt und damit die Helmdecke fixiert, oder um den Helm gebunden wird. Der Zimier letztlich ist ein aufgesteckter, aufgebundener oder sonst wie befestigter Zieraufsatz für den Helm. Dieser kann in direktem Zusammenhang mit dem Wappen des Ritters stehen, kann jedoch auch frei erfunden sein.

 

 

Gefertigt werden kann der Zimier aus Holz- und Drahtgestellen, Pappmaché, aus gestopften Stoff, Federn, aber auch aus Schaumstoff oder ähnlichem. Der Form ist dabei erst einmal keine Grenze gesetzt. Wie der Zimier am Helm oder an der Helmdecke angebracht wird, ist jedem Spieler natürlich selbst überlassen. Eine mögliche Art der Anbringung wären beispielsweise Magnete.