Gunstband

Was ist ein Gunstband?

Das Gunstband ist ein Stoffband, dessen Endstücke bestickt sind. Sie können das Wappen der Dame tragen, ihren Namen oder nur ihre Initialien o. ä. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

Improvisiertes Gunstband?

Hat eine Dame kein Gunstband, so kann sie auch eins improvisieren. Z. B. kann sie dafür einen Ärmel ihres Kleides vergeben oder auch ihr Strumpfband. Generell ist die Regel: Je näher es der Haut der Dame war, desto intimer ist die Beziehung zu dem Empfänger des Bandes. Auch ist es üblich, ein Gunstband zu improvisieren und nicht das vorbereitete Band zu nehmen, um eine solch enge Verbindung auszudrücken.

 

Verleih vs. Verschenkt?

Wenn eine Dame einem Herren ihr Gunstband schenkt, so muss er es nicht zurückgeben. Es drückt die Liebesbindung der beiden aus. Manchmal ist dieses Geschenk aber mit einer Auflage versehen, z. B. es ein Jahr stets sichtbar zu tragen oder es durch mindestens drei Schlachten zu tragen, bis die Dame sich auf ein Eheversprechen einlässt.

 

Verleih: Ein Ritter kann darum bitten, seinen Kampf für eine Dame zu streiten und sie so zu ehren. Allerdings kann auch eine Dame einem Ritter, der besonders in ihrer Gunst steht, ihr Gunstband zukommen lassen. Dies ist eine große Ehre und diese Geste abzulehnen besonders rüde. Ein Gunstband kann aber nicht nur für einen Kampf verliehen werden, sondern auch, nachdem ein Edler eine Dame beminnt hat, kurz davor ist eine Heldentat zu tun. Auch ist es denkbar, dass eine eifersüchtige Dame einem Ritter, der einer anderen Dame einen Tanz versprochen hat, ihr Band für genau diesen Tanz leiht.

 

Wie lange trägt der Herr das Gunstband?

Verleiht die Dame ihr Gunstband, so wird bei der Übergabe benannt, wann das Band zurückgebracht werden muss. Vorstellbar sind hier alle möglichen Zeiträume: einen Kampf, bis zum Abend, für das ganze Turnier, usw. Vorstellbar ist also auch, ein Band immer nur für einen Kampf zu verleihen, aber immer wieder demselben, damit sich Dame und Ritter möglichst oft nahe sein können. Auch ist es denkbar, dass eine eifersüchtige Dame einem Ritter, der einer anderen Dame einen Tanz versprochen hat, ihr Band für genau diesen Tanz leiht. Es gilt als absolut unschicklich, wenn ein Edler zur gleichen Zeit das Gunstband mehrerer Damen annimmt oder gar trägt.

 

Wie trägt der Herr das Gunstband?

Band am Gürtel, ehrt er sie.

Band am Schwertgriff, so schenkt er der Dame den nächsten Kampf.

Band um den Arm, so will er ihr seine ganze Stärke widmen.

Band am Schild, will er ihr Schutz sein.

Band über dem Herzen, gesteht er ihr seine Liebe.